24.10.2014 ver.di: Karstadt-Schließung in Stuttgart hat nichts mit Sanierung zu tun

Stuttgart. Die geplante Schließung des Karstadt-Hauses in Stuttgart hat nach Einschätzung der Gewerkschaft ver.di nichts mit der schwierigen Lage des Konzerns zu tun.

»Hier saniert sich der Immobilienbesitzer Benko auf dem Rücken der Stuttgarter Belegschaft«, sagte Verdi-Landesfachbereichsleiter Bernhard Franke am Freitag in Stuttgart mit Blick auf den Neu-Eigentümer René Benko. Genaue Mitarbeiterzahlen konnte Franke zunächst nicht nennen. Er gehe aber davon aus, dass bei Karstadt in Stuttgart mehr als 200 Beschäftigte arbeiten.

Karstadt Stuttgart gehöre schon immer zu den besten Standorten und entwickele sich seit Jahren besser als der Konzern, erklärte Franke. In der Stuttgarter Innenstadt haben erst jüngst zwei Einkaufszentren eröffnet, die Umsätze von bis zu 350 Millionen Euro im Jahr erwarten - etwa ein Drittel der Erlöse, die derzeit in der Stuttgarter Innenstadt erzielt werden. »Wahrscheinlich wäre das Haus längst in schwarzen Zahlen, wenn der Ertrag nicht durch übermäßig hohe Mieten abgesaugt würde«, sagte Franke.

© Reutlinger General-Anzeiger

vollständiger Artikel zum Download