23.09.2013 Sozialplan bei Lufthansa-Tochter

Norderstedt. Der Sozialplan für die Lufthansa-Tochter LRS in Norderstedt steht. Geschäftsführung und Betriebsrat haben sich auf einen Interessenausgleich für die 360 Mitarbeiter geeinigt, wie ein Sprecher des Betriebsrats heute NDR 1 Welle Nord bestätigte. Für 120 Beschäftigte soll es künftig in der Hamburger Lufthansa-Werft weitergehen. Der Rest wechselt in eine Transfergesellschaft. Ursprünglich sollte der Standort bereits 2017 geschlossen werden. Nun aber will die Lufthansa bis 2019 Geld für Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter zur Verfügung stellen. Die Schließung des Norderstedter Betriebs ist Teil des größten Sparprogramms in der Geschichte der Lufthansa. Es soll die Personalkosten weltweit um 500 Millionen Euro senken. Laut einem internen Schreiben, das NDR 1 Welle Nord vorliegt, wird die LRS Anfang 2015 in zwei eigenständige Gesellschaften aufgespalten. Die eine wechselt zur Lufthansa-Werft, die andere Gesellschaft mit dem Namen "LRS Neu" bleibt in Norderstedt. Arbeit wird es für die 240 Beschäftigten dort aber nicht geben. Sie werden sich nach Angaben des Betriebsrats einzig und allein um ihre berufliche Neuorientierung kümmern.   Bislang ist die Norderstedter LRS unter anderem für die Flugticket-Abrechnung zuständig. Diese Arbeit will die Lufthansa jedoch aus finanziellen Gründen ins Ausland verlagern.

© NDR 1 Welle Nord

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