20.04.2007 SWR.de

Keine betriebsbedingten Kündigungen bei W&W

Bei dem Finanzkonzern Wüstenrot und Württembergische (W&W) soll es nun doch keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Nach Angaben des Unternehmens haben die Vorstände und Betriebsräte die Verhandlungen zum Stellenabbau einvernehmlich abgeschlossen.

Der Jobabbau soll über Vorruhestandsregelungen, Abfindungen und Versetzungen in andere Unternehmensbereiche erreicht werden, hieß es. Die Wüstenrot Bausparkasse AG und Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank hatten 2006 die "unvermeidliche Streichung von 1.000 Stellen" bekannt gegeben und Entlassungen nicht ausgeschlossen.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Wüstenrot Bausparkasse, Artur Wolf, begrüßte das Ergebnis. Zu den wichtigen Elementen der Einigung zähle, dass Wüstenrot-Beschäftigte nun ein verlängertes Vorruhestandsangebot erhielten, das auf mehr als fünf Jahre verteilt werden könne. Altersteilzeitverträge könnten zudem in Vorruhestand umgewandelt werden.

"Vor allem den rund 400 Beschäftigten in den 15 dezentralen Bearbeitungsstellen wird so eine Perspektive eröffnet, da diese im Zuge der Zentralisierung der Kreditbearbeitungs-Tätigkeiten geschlossen werden", betonte das Unternehmen.

Zukunftsprogramm zeigt offenbar erste Erfolge

Das Unternehmen will in den kommenden Jahren seine Effizienz deutlich steigern und von 2009 an jährlich 115 Millionen Euro einsparen. Es gehe um mehr Schlagkraft im Vertrieb, weniger Kosten und die Bündelung etwa der Stabsfunktionen bei Bausparkasse und Bank sowie den Aufbau eines zentralen Kreditservicecenters, sagte der Vorstandsvorsitzende der Wüstenrot Bausparkasse, Matthias Lechner. Den Angaben zufolge zeigt das Zukunftsprogramm "Wüstenrot 2009" bereits erste Erfolge. So seien etwa die Kundenverluste gestoppt worden.

© SWR 2